Pfarrkirche


Baubeschreibung

Die Pfarrkirche St. Pius in Landshut wurde nach den Plänen und unter der Leitung des Landshuter Architekten Hans Hofbauer von 1961 - 1963 erbaut. Die Absicht des Architekten war die Umsetzung von Erscheinungsformen spätgotischer Landshuter Kirchen in Formen, die dem Raumgefühl und Gestaltungswillen der Künstler unserer Zeit gemäß sind.

Ein Charakteristikum des Baues ist, daß das Tageslicht nur von "oben" bezogen wird: die Decke ist, abgesehen von der Altar- und Hauptschiffbeleuchtung, nicht nur einziger Lichtträger, sondern auch erster Lichtempfänger. Den größten Lichteinfall läßt das, teilweise mit farbigen Glasscheiben versehene, Fenster an der westlichen Wand des Presbyteriums zu. Nicht unerwähnt bleiben dürfen die farblich effektvollen Beton-Glas-Bänder, die in die westliche und östliche Außenmauer eingelassen sind, und zwei vertikale Lichtbänder an der Hauptportalfront. Hoch an der Stirnseite befindet sich noch ein farbiges Glasfenster, das die heiligste Dreifaltigkeit symbolisiert, dargestellt, durch das Auge Gottes, das Kreuz und eine Taube.

Das Gerippe des Bauwerks (33 m lang, 25 m breit, 16 m hoch) besteht größtenteils aus Fertigteilen, Dachbinder, Außenpfeiler, Doppelstützen, dazu Sockeln und Ringanker. Ziegelmauerwerk erscheint als Ausfachung des Stahlbetonrahmens, sauber gemauert, genau gefugt. Im Orgelemporvorraum und im Presbyterium nehmen Betonwände oder -teile Aufgänge, Durchlässe, Beichtstühle, Räume für Heizung, Schaltzentrale usw. auf. Eine weitere architektonische Eigenheit der Piuskirche sind einmal der vom Haupteingang zum Altarraum schräg abfallende Boden, zum anderen die Dreiecksfelder unter dem mit Kupferblech verkleideten Dach.

Sehr schön ist das Ziegelornament an der Hauptportalfront: das eucharistische Kreuz, durch nichts als die Fügung der Backsteine gekennzeichnet. Ob der Architekt dabei nicht die Westfassade der Mutterkirche St. Nikola vor Augen hatte, in der ein sog. Missionskreuz durch Vertiefung in der Ziegelwand gebildet wird.

Der Gesamteindruck, den man vom Inneren der Stadtpfarrkirche gewinnt, wird entscheidend von den Arbeiten aus dem Atelier Karl Reidels bestimmt: der Hochaltar aus Travertin; das Bronzemedaillon ( 1,8 m Durchmesser) an der Stirnfront; die Apostelleuchter an den konischen, 14 m hohen Stützpfeilern (Grundfläche der Pfeiler 40 x 40 cm, daher bezeichnete sie der Architekt nicht als Säulen); der Tabernakel, dessen Steinunterbau genauso wie der Ambo erst in jüngster Zeit vom gleichen Künstler neu erstellt wurden; das Taufbecken mit Bronzedeckel, dessen Griff eine aufbrechende Blume darstellt.

An den beiden Langseiten befindet sich der Kreuzweg, der von Marlene Reidel entworfen worden ist. Die ziegelroten Reliefplatten heben sich kräftig von der sonst kalkweiß geschlämmten Ziegelwand ab. Diese Tafeln sind zusammen mit den farbigen Glasbändern und dem grauen Band der Ringanker die einzige Unterbrechung der Außenwände bis zu den Dreiecksfenstern unter dem Kirchendach. Dieses graue Band umschließt den Raum und damit die Gläubigen und führt diese zusammen zum Allerheiligsten am Altar.

Erst später sind die Figur des Hl. Papstes Pius X. am linken Seitenaltar (inzwischen im Presbyterium bei den Sedilien) und das Kruzifix mit dem siegreichen Christus über dem Taufbecken (derzeit im Pfarrheim) dazugekommen. Beides sind Werke des Künstlers Hans Wurmer aus Hausen b. Kelheim.

In den rückwärtigen Kapellen wurden eine Fatima Kapelle und eine Hl. Kreuz-Kapelle zur stillen Anbetung eingerichtet.

Die jetzige Orgel wurde nach provisorischen Vorläufern im Jahr 1970 durch die Fa. Eisenbart, Passau erstellt. Die Orgel gliedert sich in Hauptwerk, Schwellwerk, Brustwerk und Pedal mit 30 klingenden Registern und 2221 Pfeifen.

Der Klang des Hauptwerks wird durch die Prinzipale, deren Prinzipal 8` im Prospekt steht, und durch eine nach französischer Art gebaute Trompete geprägt. Das Schwellwerk, dessen Jalousien durch ein aus regelmäßigen geometrischen Formen gebildetes Gitter verblendet sind, ist mehr auf Flöten und solistisch zu verwendende Stimmen ausgerichtet. Das Brustwerk, dessen Prospekt aus Holzpfeifen besteht, hat ausgesprochen barocken Klangcharakter. Im Pedalwerk dominieren neben weichen hintergrundierenden Stimmen die Prinzipale, deren größer, der Prinzipal 16`, den Prospekt bildet, um der Orgel Kraft und Fülle zu geben.

Der Klang des Hauptwerks wird durch die Prinzipale, deren Prinzipal 8` im Prospekt steht, und durch eine nach französischer Art gebaute Trompete geprägt. Das Schwellwerk, dessen Jalousien durch ein aus regelmäßigen geometrischen Formen gebildetes Gitter verblendet sind, ist mehr auf Flöten und solistisch zu verwendende Stimmen ausgerichtet. Das Brustwerk, dessen Prospekt aus Holzpfeifen besteht, hat ausgesprochen barocken Klangcharakter. Im Pedalwerk dominieren neben weichen hintergrundierenden Stimmen die Prinzipale, deren größer, der Prinzipal 16`, den Prospekt bildet, um der Orgel Kraft und Fülle zu geben.



Die Kunstwerke

Der Altarraum ist als Einheit zu sehen: Der Altar ist die Mitte, weil das Altarsakrament, die Eucharistie, Quelle und Gipfel des christlichen Lebens ist.
Altare enim est Christus - der Altar nämlich bedeutet Christus.
Die bleibende Gegenwart Christi in der Eucharistie sind die Hostien, die im Tabernakel aufbewahrt werden. Auf den Tabernakeltüren sehen wir die Darstellung der Brotvermehrung, ein Vorbild für die Eucharistie.
Am Ambo wird das Wort Gottes verkündigt in Lesungen, Evangelium und Predigt. Der Ambo ist der Tisch des Wortes, im Wort Gottes aber ist Christus selbst gegenwärtig.
Die große Bronzescheibe an der Altarwand zeigt das Lamm Gottes als das siegreiche Osterlamm mit der Osterfahne. Das Blut des Lammes, das in den Kelch fließt, ist Hinweis auf das Hl. Meßopfer, das auf dem Altar gefeiert wird. Das Lamm steht auf einem Buch mit sieben Siegeln. Nur das geopferte Lamm, das siegreich vom Tod erstanden ist, ist würdig, das Buch zu öffnen. Das Buch enthält den Plan Gottes mit der Welt, wie er in der Offenbarung des Johannes aufgezeichnet ist.
Die vier Symbole auf der Stirnseite des Altares sind nicht nur die Symbole der vier Evangelisten, sondern auch die vier Wesen, die vor dem Thron Gottes stehen und anbeten. Diese Symbolfiguren finden wir schon im Alten Testament und sie begegnen uns wieder im letzten Buch des Neuen Testaments.
In der kleinen goldfarbenen Scheibe am Lesepult ist die runde Form der großen Scheibe wieder aufgenommen. Der darin eingesetzte Rosenquarz erinnert an die kostbare Perle des Evangeliums, für die der Kaufmann sein ganzes Vermögen einsetzte.



Die Glocken

Glocke
St. Pius
 
Gewicht: 2190 kg
Schlagton c`1/16
Durchmesser 1595 mm
Bild: St. Pius X.
Inschrift:
SANCTE PIE, PASTOR BONE PROTEGE PAROCHIAM NOSTRAM
(Hl. Pius, guter Hirte, beschütze unsere Pfarrgemeinde)
Glocke
Hl. Geist
 
Gewicht: 1720 kg
(Konzilsglocke)
Schlagton d`3/16
Durchmesser 1310 mm
Bild: Hl. Geist
Inschrift:
VENI SANCTE SPIRITUS ECCLESIAM TUAM RENOVA CONCILIO
VATICANO SECUNDAO UT OMNES UNUM SINT
(Komm Hl. Geist, erneuere deine Kirche durch das II. Vatikanische Konzil, daß alle eins seien)
Glocke
Mariae Krönung
 
Gewicht: 1900 kg
Schlagton e`2/16
Durchmesser 1260 mm
Bild Krönung Mariens
Inschrift:
PACEM IN PRAESENTI ET GLORIAM IN FUTURO IMPLORA NOBIS, REGINA CAELORUM
(Frieden in der Gegenwart und Herrlichkeit in Zukunft erflehe uns: Königin des Himmels)
Glocke
St. Wolfgang
 
Gewicht: 697 kg
Schlagton g`3/16
Durchmesser 1060 mm
Bild: St. Wolfgang
Inschrift:
SANCTE WOLFGANGE, EST NOBIS DOCTOR VITAE IN TERRIS ET INTERCESSOR IN COELIS
(Hl. Wolfgang. Er ist uns Lehrer des Lebens auf Erden und Fürbitter im Himmel)
Diese Glocke wurde gestiftet von Johann Selmer
Glocke
St. Joseph
 
Gewicht: 480 kg
Schlagton a`2/16
Durchmesser 948 mm
Bild: Sterbender Josef
Inschrift:
FAMILIARUM COLUMEN SOLATIUM MISERORUM PATRONE MORIENTIUM SANCTE JOSEPH, ORA PRO NOBIS
(Säule der Familien, Trost der Armen, Patron der Sterbenden, Hl. Josef, bitte für uns)

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